Während draußen die Blätter gelb und rot werden muss ich euch unbedingt noch ein paar Bilder aus dem Sommer zeigen. Sommer ist die Zeit in der ich gerne mal irgendwo im Park sitze und Haare flechte. Wie zum Beispiel an diesem sonnigen Samstag auf der Wörder Wiese zusammen mit anderen Langhaars oder die es noch werden wollen. Für geduldige Menschen die sich flechten lassen bin ich immer dankbar. Es gab also eine Frisur mit Bändern, Fischgräten, Fünfer und Franzosen.

Damit ihr wisst wer dabei war gibt es aber vor den Frisuren das Gruppenfoto, aufgereiht nach dem Abstand zum Boden, so dass es, unabhängig von der Körpergröße, aussieht als wären wir der Länge nach geordnet. Ein paar findet ihr auch auf Instagram, ich verlinke euch hier mal von links nach rechts die von denen ich weiß:

nessa (also ich), Melissa, Chrissy, Nenuial, Anna, Estelwen, Emmafan

Fischgrätenzopf mit Akzenten

Und weil es irgendwie passt zeige ich euch die Frisuren jetzt ebenso entsprechend der Position der Damen auf dem Gruppenfoto. Das bedeutet ihr seht zuerst einen roten Fischgrätenzopf gekrönt von zwei Engländern am Anfang. Die mache ich sehr gerne „über“ einen Zopf, denn wenn man sie ein bisschen breit zieht bekommen sie so eine schöne Herzchenform. Lockiges oder zumindest welliges Haar ist auch wie man sieht immer sehr dankbar im Hinblick auf die Quaste – sie kringelt sich dann gerne so wie hier was ich total hübsch finde!

 

Französische Zöpfe mit Band

Daneben steht schon die liebe Sara, der ich wohl die coolste Frisur des Tages verpasst habe. Sara mag nämlich Frisuren mit Bändern und hat daher immer welche dabei. Bevorzugt in ihrer Lieblingsfarbe blau, die auch noch super zu ihrer Haarfarbe passt. Zusammen mit Nagellack und Kleid eine Kombination ganz nach meinem Geschmack. 

Für die Frisur habe ich keine besondere Flechttechnik verwendet – es gibt ja genug bei denen das Band ein eigenes Flechtstrang ist. Stattdessen habe ich das Band doppelt genommen, also in der Mitte gefaltet und zu zwei der drei Flechtstränge je einen Teil Band dazu genommen. Wichtig war hier schon beim flechten darauf zu achten, dass das Band oben liegt. Denn obwohl die Farbe so leuchtend und kontrastierend ist, ist das Band ganz schnell im Zopf verschwunden und man sieht nichts mehr davon. Also zupft man es am besten alle paar Runden wieder nach oben und legt es auch gezielt schon beim flechten immer auf den Strang.

Der Rest ist „nur“ noch ein Franzose zu dem ich eben an entsprechender Stelle die zwei seitlichen Zöpfe hinzugenommen habe. Das helle Band gibt einen wirklich schönen Kontrast im Zopf!

Three Strand Slide Up Braid

Die nächste auf dem Gruppenbild trägt einen Twisted Edge Fishtail Braid. Ein Zopf der mich schon beim ersten Versuch total begeistert hat. Französisch finde ich ihn eigentlich nicht so gut, aber für den Übergang fand ich es hier eben schöner. Die Technik für die „twisted Edges“ habe ich aber auch erst im Nacken angefangen. So wird die Fischgräte viel breiter und zerfleddert für mein Empfinden auch viel langsamer, bzw. weniger.

Aber das highlight sind wohl die Akzentzöpfe (darum unten nochmal eine Detailaufnahme). Sogenannte Slide Up braids. Die verkürzen extrem! Um einen solchen Akzent zu machen musste ich ihre Haare quasi komplett bis zum Ende flechten – hier ein normaler dreisträngiger Zopf – und dann eben nach oben schieben. Dafür hält man eine Strähne fest und schiebt die anderen vorsichtig an der entlang nach oben. Bitte wirklich vorsichtig, da man hier ja entgegen der Wuchsrichtung der Haare schiebt!

Lagertha aus der Serie Vikings hat übrigens solche Zöpfe in vielen ihrer Frisuren integriert.

Der Klassiker: Fünferzopf

Egal ob lange, kurze, feine oder dicke Haare. Der Fünfer geht immer und sieht immer gut aus. Der erste Zopf abseits von Franzose und Holländer den ich gelernt habe (weil ich es wieder und wieder versucht habe. Da war ich wirklich hartnäckig), den ich bis heute ständig trage und welchen ich daher mittlerweile fast im Schlaf kann. Jaa, Übung macht einfach den Meister. Das Geheimnis war herauszufinden, wie man die vielen Strähnen hält. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ich es mache könnt ihr ja bereits im Video zum Fünfer nachschauen.

Mit auf dem Treffen waren zwei wirklich süße Paare – genauer gesagt Haarschmuckpaare. Ich hatte meine zwei liebsten KPOs dabei und sie durften ein Foto mit ihren kleinen Schwestern machen. Zwei fast identische Forken in kürzer, die durch meine beiden inspiriert waren. Ich persönlich glaube ja nicht, dass ich besonders stilsicher bin. Umso mehr freut es mich, wenn etwas von mir ausgesuchtes doch so schön ist, dass es auch anderen gefällt. Und dannso sehr, dass sie es auch haben wollen. Das schmeichelt mir also wirklich sehr!

 



Den Schnappschuss den ihr hier rechts seht fand ich sehr lustig, darum wollte ich den hier zum ende noch mit euch teilen – Nessa bei der Arbeit. Wird ja schließlich nicht nur Haare geflochten sondern auch fleißig geschnitten. Mittlerweile habe ich sehr viel Routine mit geraden Kanten oder U-Schnitten, dass ich das richtig gerne mache. Auch im Freundeskreis werde ich immer mal wieder zur Schere gebeten. Ich bin weiterhin keine Frisöse, mache das nur als Hobby, aber umso mehr ehrt mich das Vertrauen, dass mir die Leute damit entgegen bringen.

Mittlerweile bin ich mit der Schere ja so sicher, dass ich auch an mir schnibbel. Was tut sie? Jaa! Aber mehr dazu gibt’s erst demnächst. Ich bereite da gerade noch was vor 😉

Men deserve hairstyles, too

Und da der nette Herr hier nicht auf dem Gruppenbild war kommt seine Frisur jetzt zum Schluss. Denn auch bei Männern kann man coole Sachen flechten. Klar, meist wünschen sie sich kantigere, weniger verspielte Frisuren, aber auch das geht. Hat man dann noch solche Perlen zur Verfügung wie hier wird es von ganz alleine nochmal mehr „Vikinger“.

Damit schließe ich den Bericht über dieses gemütliche Langhaartreffen. Auf dass es bald wieder Sommer ist und wir das wiederholen können!

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