Das ich darüber nachdenke, wie es mit meinen Haaren und vor allem deren Länge weitergeht wisst ihr. Die Gedanken dazu habe ich bereits mit euch geteilt. Was ihr nicht wisst (es sei denn ihr habt es bereits in meiner Instagram Story entdeckt) ist, dass ich vor kurzem eine Entscheidung getroffen habe. Vor einer ganzen Weile beschloss ich die Haare bis zum Knie wachsen zu lassen. Um es zu probieren, um zu wissen wie es ist. Tatsächlich fand ich es ziemlich cool, viel besser als erwartet. Auf Bildern hat es das gewisse etwas. Kurz habe ich überlegt, noch weiter wachsen zu lassen. Aber um ganz ehrlich zu sein gibt es auch Punkte, die dagegen sprachen.

Fangen wir beim Handling an, denn das ist etwas das mich jeden Tag betrifft. Die Stränge beim Flechten bis ganz nach unten abteilen? Arme zu kurz. Eine Fischgräte bis zum Ende flechten? Zopf zu lang, Arme zu kurz. Hilfe von einer Türklinke notwendig. Haare offen tragen? Eigentlich nicht denkbar, bleiben überall hängen, man sitzt drauf. Das habe ich nur für besondere Anlässe gemacht (allerdings auch schon mit kürzeren Haaren, das habe ich also nicht vermisst). Haare im Zopf tragen? Mittlerweile ist er so lang, dass ich mich drauf setze. Das hat einen unschönen Knick zur Folge. Im Dutt tragen? Geht nicht den ganzen Tag, wird irgendwann sehr schwer. Und ich bin mit dieser Länge ein Einhorn. Also sehr besonders und das auf den ersten oder spätestens zweiten Blick. Meine Haare waren schon immer ein großer Teil von mir und immer Gesprächsthema. Aber das nahm ein Maß an, dass mir nicht mehr gefallen hat.

(Translation at the end)

Ponytail

Ihr könnt euch denken worauf das hinaus läuft. Ich habe geschnitten. Ziemlich viel sogar. Inwiefern sich das auf die eben erwähnten Punkte auswirkt, darauf komme ich am Ende zurück. Der Plan war zurück auf Mitte Oberschenkel zu gehen. Das war proportional eine der schönsten Längen, der Zopf ist lang, aber noch handlebar. Schneiden sollte sie die Friseurin meines Vertrauens, Heike. Und weil wir uns nicht so oft sehen bitte ein bisschen über MO, damit es etwas „vorhält“. Und bitte ein deutlicheres U, als beim letzten Mal.

Hm. Es wurde nicht ganz, wie ich es mir vorgestellt hatte. Bitte jetzt nicht als Vorwurf an meine Friseurin auffassen, ich habe eben offenbar Haare, die nicht ganz alltäglich sind. Sie hat sich in ein paar Punkten verschätzt – wenn ihr mehr Details dazu wollt empfehle ich euch ihren Artikel, den sie auch heute mit euch teilen wird. Das führte leider dazu, dass ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden bin. Es fehlen etwa 5cm mehr als geplant. Was dazu führt, dass ich von 142 cm zurück bin bei 118cm, also -24cm. Und das gelante U fällt leider viel mehr wie ein V und ist deutlich tiefer als angedacht. Ich habe im Nachhinein  bereits ein bisschen selbst nach geschnitten, denn diese starke V-Kante war für mich im Zopf zu zipfelig. Praktisch, dass ich mit der neuen Länge eigentlich ziemlich gut alleine nach ihrer Anleitung schneiden kann. Und ich würde das ganze gerne noch deutlich flacher haben, bin aber im Moment nicht bereit noch mehr Länge zu opfern.

So, und nun? Lessons learned, beim nächsten mal viel langsamer rantasten (Wie bereits erwähnt, spezifischere Informationen zum Schnitt bei Heike und auch im unten folgenden Video). Und wieder wachsen lassen. Irgendwie ja auch gut, so habe ich wieder ein Ziel. MO mit flacherem U. Und ihr könnt sicher sein, dass ihr in der ersten Reihe sitzen dürft, während das passiert. Zusammen mit euch strebe ich nun also wieder ein bisschen nach unten. Ausnahmsweise greifen wir nicht nach den Sternen sondern gen Boden. Mal sehen welche Frisuren mir die Zeit bis dahin verkürzen. Auf jeden Fall bin ich ganz verliebt in meinen dicken und fetten Engländer. Denn tatsächlich wirkt der in kürzer und mit dickerem Ende auch insgesamt dicker. Außerdem habe ich seit langem mal wieder Pferdeschwanz getragen, denn auch hier setze ich mich nicht mehr drauf. Und ich habe es genossen.

English Braid

Hat das jetzt bei allen Sorgen geholfen? Nicht ganz. Das Handling der Haare ist jetzt viel einfacher. Klar, das Abteilen geht bei den kürzeren Haaren schneller und auch die frisch geschnittenen Spitzen sind gesünder. Keine Türklinken beim Zopf flechten mehr notwendig. Offen tragen? Wie bereits erwähnt, habe ich nicht vermisst und werde ich sicherlich auch jetzt nicht im Übermaß machen. Vielleicht ja aber ab und an einen Half-Up. Auf den Zopf setzen und somit die Spitzen zusätzlich belasten? Ist Geschichte. Das Gewicht im Dutt? Ist natürlich weiterhin schwer das Gerät an meinem Hinterkopf. Aber das war mir von vornherein klar. Der Einhorn-Faktor? Der ist weiterhin hoch, ich habe immer noch ungewöhnliche Haare. Aber damit kann ich Leben. Kann durchaus praktisch sein, immer ein Gesprächsthema zu haben.

Wir haben die ganze Aktion gefilmt, wie auch beim letzten größeren Schnitt. Das Video davon war deutsch, darum habe ich beschlossen es diesmal auf Englisch zu versuchen. Wenn trotzdem ganz dringend gewünscht kann ich mir durchaus vorstellen es auch nochmal auf deutsch hochzuladen. Lasst es mich einfach wissen. (Für weitere Fotos unbedingt ganz runter scrollen)

Tadaaaa, English video today! All other hair cutting videos so far were German so I thought this time it should be in english. But maybe you first want to read what I’m thinking. Because you probably already know that I’m thinking where to go with my hair and it’s lenght. I’ve shared my thoughts on that with you. What you don’t know so far (unless you did discover it in my Instagram Story) is that I made a desicion not long ago. Some years ago I decided to grow my hair down to my knees. Just to try it and to know how it feels. Indeed it was much cooler than I thought it would be. It just looked so special on pictures. I was thinking about growing it longer. But to be honest I had some points against it.

Let’s start with the handling because this is something that affects me every day. Part the strands of hair down to the tips while braiding? Arms too short. Braid a fishtailbraid until the end? Braid too long, arms too short, door handle support needed. Wear my hair open? Indeed not really doable in everyday life, you keep getting tangled somewhere or sitting on it. But I did it on special occasions (but I have to say I did not wear it open when it was shorter, this is nothing I’m missing). Wear a braid? Even the braid is so long I’m sitting on it. Bad for my tips and leads to a bend in the braid which looks strange. Wear a bun? This is kind of heavy over the day. And with this lenght I’m a unicorn. Very special already at first glance. My hair has always been a big part of me and something to talk about, but it has become too much.

Ponytail

You know where this leads. I did cut it. A lot indeed. How this affects all those points will be answered at the end. My plan was to go back to mid tigh lenght. This was one of the most beautiful lenghts I had concerning proportions. The braid is still long, but better to handle. I told Heike to cut it as she had done it several times before. And because we don’t meet that often it should get a little bit shorter than mid thigh. And I wanted more of a U-shape.

Hm. I did not turn out the way I wanted it. Please, don’t take this as accusations against my hair stylist. It seems like my hair is not unexceptional. Looks like she made some wrong estimations. For more details on the cut and what went wrong I recommend you Heike’s post. This leaded to a result I’m not totally happy with. The hair is about 5cm shorter than I wanted. Now I’m back at 118cm after having 142cm. The U shape I wanted looks more like a v and is much deeper than planned. I already did some adjustments myself afterwards, meaning I did cut myself after the steps Heike showed in the video we did together. And I would like to have the shape even flater, but I’m not willing to give up more lenght right now.

My new lenght

And now? Lessons learned I would say. Approach much slower to the desired shape.. And let it grow again. Somehow positive to have a goal again. Mid tigh lenght with a flat u-shape. And be sure you will have first row seats to follow my journey. So now I’m goin to tak you with me while I’m growing it again. We will see what hairstyles will shorten the time until then. Anyway I’m so in love with my new and thick english braid. Now that it’s shorter it looks so much bigger indeed. And I did wear a ponytail after a long time because I’m not sitting on my hair anymore.

Now, did this help with all my struggles? Not really. Yes, handling is much easier. With shorter hair it’s easier to part the hair, also because my ends are now much healthier of course. I don’t need any more door knobs for braiding my hair. Wear it open? Like I said before, nothing I’m too keen on anyway. Maybe a half-up now and then. Sit on the braid an damage the ends? That’s over. The weight in a bun? Still heavy, but I knew that before. And what about the unicorn? My hair is still unusual. But I can live with that I guess.

Vorher/ Nachher Vergleich

 

You might also like